Wahres Leben
Entdecke den Himmel in dir
Herzlich Willkommen
Vielleicht bist du Agnostiker, Atheist, Buddhist, Christ, Freigeist, Hinduist, Jude, Muslim, Rasta, Zoroastrier oder ... ganz egal, wer du bist oder woran du glaubst: Für uns alle gelten die gleichen unveränderlichen Gesetze. Du kannst sie Naturgesetze, Gesetze des Universums oder Gesetze des Schöpfers nennen.
Auf dieser Webseite beschreibe ich einige dieser Gesetze, gestützt durch Erkenntnisse aus der Neurologie und Psychologie. Gemeinsam werden wir herausfinden, wie wir mit diesem Verständnis unser wahres Leben leben können.
Ich weiß, dass es heutzutage für viele Menschen schwer ist, längere Texte zu lesen. Manchmal kann es sich jedoch richtig lohnen, diese Mühe auf sich zu nehmen.
Denn damit die Erkenntnisse auf dieser Seite auch wirklich etwas Positives in deinem Leben bewirken können, empfehle ich dir herzlich: Nimm dir die Zeit, lies in Ruhe Abschnitt für Abschnitt und denke einfach darüber nach.
Auch wenn ich mich auf Erkenntnisse der Wissenschaft stütze, erhebt diese Seite keinen Anspruch auf wissenschaftliche Detailgenauigkeit. Die folgenden Erklärungen sind vereinfachte Modelle, die dabei helfen sollen, die grundlegenden Prinzipien dahinter leicht zu verstehen und einen praktischen Nutzen für den Alltag zu gewinnen.
1. Der Himmel in dir
man wird auch nicht sagen: Siehe hier! oder: da ist es! Denn sehet, das Reich Gottes ist inwendig in euch. Lukas 17,21 (LUT)
Ist der Himmel denn nur ein Ort, zu dem ein Mensch erst nach dem Tod kommt, wenn er an die richtige Religion geglaubt und nach deren Regeln und Geboten gelebt hat? Ich verstehe unter dem Himmel in uns erst mal einen geistigen Zustand, der dem sehr nahekommt, was wir im echten Himmel empfinden werden. Es geht also vor allem um die Richtung, in die das Empfinden geht. Damit meine ich: Wenn wir im Hier und Jetzt einen tiefen Frieden fühlen, dann geht dieses Gefühl im Himmel nach dem Tod nur noch tiefer. Der Weg zu diesem inneren Himmel ist das, was wir im Folgenden als den Weg des Lebens kennenlernen werden.
Ich möchte noch abschließend auf das vermutlich noch tiefere Empfinden im echten Himmel zu sprechen kommen. Es ist sehr gut möglich, dass das Empfinden im echten Himmel noch unendlich viel tiefer geht. Allerdings bin ich davon überzeugt: Wenn du den Himmel erst einmal in dir entdeckt hast, wird dir dieses Empfinden im Hier und Jetzt vollkommen ausreichen.
Merkmale des Himmels
- Zufriedenheit und aufrichtige Dankbarkeit.
- Verbundenheit und tiefe Präsenz im Umgang mit anderen.
- Freude an den gesunden Dingen des Lebens.
- Lebenssinn im Alltag und in der Arbeit.
2. Unser Belohnungssystem
Um den Weg zu dem Himmel in uns besser zu verstehen, hilft es zu verstehen, wie unser Belohnungssystem im Gehirn funktioniert. Im Grunde stehen wir jeden Tag vor der Entscheidung zwischen zwei Wegen:
Der Weg des Todes
Aktivitäten auf diesem Weg sind wie Schulden: Du bekommst zwar schnell und kurzfristig Freude, musst diese aber langfristig mit Leere und Leid bezahlen.
Der Weg des Lebens
Aktivitäten auf diesem Weg sind wie Investitionen: Sie erfordern kurzfristig zwar Mühe und Überwindung, dafür wirst du langfristig mit Fülle und Freude belohnt.
Der Weg des Todes
Jeder aber wird versucht, wenn er von seiner eigenen Lust fortgezogen und gelockt wird. Danach, wenn die Lust empfangen hat, gebiert sie die Sünde; die Sünde aber, wenn sie vollendet ist, gebiert den Tod. Jakobus 1, 14-15 (ELB)
Wenn wir uns dafür entscheiden, die Belohnung sofort zu bekommen, fühlt sich das in genau diesem Moment erst mal gut an. Das betrifft vor allem künstliche Reize wie übermäßigen Zucker- oder Medienkonsum, Pornografie, Social-Media-Sucht oder Drogen. Sie treiben unser Dopamin kurzfristig künstlich in die Höhe, stufen aber unsere natürliche Baseline langfristig herab. Zurück bleiben Trägheit, Leere, ein unzufriedenes Gefühl oder ein schlechtes Gewissen.
Das bekannte Gleichnis vom Frosch veranschaulicht das perfekt: Setzt man einen Frosch in kochendes Wasser, springt er sofort heraus. Setzt man ihn aber in lauwarmes Wasser und erhöht die Temperatur ganz langsam, bleibt er sitzen – bis es zu spät ist.
Genauso schleichend ist dieser Weg: Die negativen Folgen kommen oft erst viel später – vielleicht am Abend, am nächsten Morgen oder über Wochen hinweg –, sodass wir sie gar nicht mehr mit dem Auslöser in Verbindung bringen. Wir merken nicht, wie das lauwarme Wasser der künstlichen Reize unsere Sinne vernebelt und uns langsam aus dem inneren Himmel vertreibt.
Ein Schritt auf dem Weg des Todes
Die folgende Kurve veranschaulicht, was passiert, wenn du einen künstlichen Reiz konsumierst.
Der verheerende Abstieg
Die folgende Kurve zeigt, was passiert, wenn du nur noch künstliche Reize konsumieren würdest. Mit der Zeit nimmt deine grundlegende Lebensfreude immer weiter ab, während innere Unruhe und Unzufriedenheit zunehmen.
Solltest du eine starke Abhängigkeit zu bestimmten künstlichen Reizen haben (wie z. B. Substanzsucht, Glücksspiel- oder Verhaltenssucht), zeigst du wahrhaftige Stärke, wenn du dir professionelle Hilfe suchst. Du darfst Hilfe annehmen.
Kostenfreie & anonyme Anlaufstellen:
- Sucht & Drogen Hotline: 01806 31 30 31
- TelefonSeelsorge: 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222
- Online-Suchtberatung: suchtberatung.digital
Der Weg des Lebens
[Aus dem] Glauben [...] entsteht immer größere Selbstbeherrschung, die zu wachsender Ausdauer führt, und aus der wiederum erwächst wahre Liebe zu Gott. nach 2. Petrus 1, 5-6 (HFA)
Beim Weg des Lebens ist es genau umgekehrt. Wenn wir uns überwinden, um unseren Mitmenschen in Liebe zu dienen, um Sport zu treiben, den Haushalt zu machen, zu beten usw., fühlt sich das am Anfang oft erst einmal anstrengender und ungemütlicher an, als einfach zu sündigen und künstliche Reize zu konsumieren. Dafür ist der Lohn am Ende nachhaltiger, tiefer, und wir empfangen echte Zufriedenheit. Dies stellt sich allerdings erst ein, wenn wir uns ganz darauf eingelassen haben – oder oft sogar erst nach Tagen oder Wochen, an denen wir konsequent drangeblieben sind.
Ein Schritt auf dem Weg des Lebens
Die folgende Kurve veranschaulicht, was passiert, wenn du einen Schritt auf dem Weg des Lebens gehst.
Der heilsame Aufstieg
Die folgende Kurve zeigt, was passiert, wenn du immer wieder einen Schritt auf dem Weg des Lebens gehst. Deine Grundstimmung und die Fähigkeit zu nachhaltiger und echter Freude steigen langfristig an.
Das Entscheidende
Denn der Gerechte fällt siebenmal und steht wieder auf. Sprüche 24,16 (SLT)
Obwohl wir ein zufriedenes und glückliches Leben führen wollen, das wir langfristig nur auf dem Weg des Lebens finden, kann es immer wieder vorkommen, dass wir zurückfallen und phasenweise wieder den Weg des Todes gehen, um kurzfristiges und vergängliches Glück zu finden. Das Entscheidende ist dann, sich nicht selbst zu verurteilen, sondern sich zu vergeben. Denn wo auch immer wir stehen: Wir können uns jederzeit dazu entscheiden, wieder auf den Weg des Lebens zu wechseln.
3. Unsere Willenskraft
„Willst du dem Himmel immer näher sein? Geh deine Berge Schritt für Schritt hinauf.“
Damit du den Weg des Lebens gehen kannst, nutzt du deinen dACC (dorsalen anterioren cingulären Kortex) – den Bereich in deinem Gehirn, der maßgeblich für deine Willenskraft zuständig ist. Nennen wir ihn nachfolgend daher einfach den Willens-Muskel.
Die Motivation
Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Verzagtheit gegeben, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit. 2. Timotheus 1,7 (ELB)
Deinen Willens-Muskel kannst du im Prinzip wie einen Muskel trainieren. Bevor wir uns im nächsten Abschnitt ansehen, wie du ihn trainierst, möchte ich dich motivieren und dir einen Ausblick darauf geben, was du mit einem gut trainierten Willens-Muskel in Zukunft erwarten kannst. Ein starker Willens-Muskel zähmt deinen inneren Schweinehund: Er läuft bei Fuß und hört auf dein Kommando. Jemand braucht deinen Dienst? Du dienst ihm gelassen. Dein Gegenüber wird laut? Du antwortest ruhig. Du willst Sport treiben? Du machst es. Du willst ein Instrument üben? Du übst. Du willst ein Buch lesen? Du liest. Du willst eine Fremdsprache lernen? Du lernst. Was immer du dir auch vornimmst und wirklich willst – du tust es. Ein starker Willens-Muskel ist zudem in der Lage, deine Amygdala schnell zu beruhigen. Wo andere Menschen gestresst oder ängstlich werden, vor dem Problem fliehen oder in Panik verfallen, bewahrst du die Ruhe, kannst über Lösungen nachdenken und bist in der Lage, sie gegebenenfalls umzusetzen.
Mit einem gesunden und starken Willens-Muskel wird dein Leben erfüllend, stressresistent und erfolgreich. Du führst das Leben, das du dir vornimmst, und gewinnst immer mehr Kontrolle über deine Handlungen.
Die Sabotage
Der innere Schweinehund ist im Grunde das System in deinem Gehirn, das dafür zuständig ist, Energie für dich zu sparen. Dabei nutzt es scheinbar logische Gedanken in Form von Ausreden und kann sogar Energielosigkeit oder Müdigkeit simulieren. Du denkst und fühlst dann wirklich, dass du etwas nicht tun kannst, weil die Energie scheinbar fehlt.
Typische Ausreden
Nachfolgend siehst du ein paar Sabotage-Gedanken und Tricks deiner alten Natur und deines Urzeitgehirns. Es ist der Teil in dir, der den schrittweisen Aufstieg verhindern will. Erkennst du ein paar dieser Gedanken wieder?
Klicke auf eine Ausrede, um die Lösung zu erfahren.
Das Willens-Training
Er sprach aber zu allen: Wenn jemand mir nachkommen will, so verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich täglich und folge mir nach. Lukas 9,23 (SLT)
Genau wie du deine Muskeln belasten musst, damit sie stärker werden, musst du auch deinen Willens-Muskel belasten, damit er wächst. Das Gewicht, das deinen Willens-Muskel belastet, ist die Unlust. Je größer die Unlust, desto effektiver ist das Training für deinen Willens-Muskel.
Es gibt jedoch eine goldene Regel beim Training: Dein Willens-Muskel kann nur dann wachsen, wenn du dich freiwillig überwindest. Er springt nicht an, wenn der Druck auf Angst basiert. Sobald Druck deine Amygdala anspringen lässt und dich in den Überlebensmodus versetzt, ist es kein Training mehr für deinen Willens-Muskel. Das passiert zum Beispiel dann, wenn du dir selbst mit harten Konsequenzen drohst oder andere dir ein schlechtes Gewissen machen, damit du tust, was sie von dir verlangen. Wenn du Dinge nur tust, weil du Angst hast, „Nein“ zu sagen oder jemanden zu enttäuschen, trainierst du nicht deinen Willens-Muskel, sondern fütterst nur deine Angst. Echtes Training findet in Freiheit statt – wenn du die Unlust spürst und dich trotzdem ganz bewusst dafür entscheidest, deinen Berg hochzugehen.
- Freiwilligkeit: Eine Tätigkeit, die wir freiwillig tun – zu der wir theoretisch also auch „Nein“ sagen könnten.
- Widerstand: Ein innerer Widerstand in Form von Unlust oder „keinem Bock“.
- Anstrengung: Eine Tätigkeit, die eine gewisse Anstrengung erfordert, sei sie rein körperlich oder geistig.
- Bewusste Präsenz: Dass wir die Anstrengung und den Widerstand ganz bewusst annehmen und im Fokus bleiben, anstatt durch Ablenkung vor dem Gefühl zu fliehen.
Beispiel-Aktivitäten für deinen Willens-Muskel
Klicke auf eine Aktivität, um mehr zu erfahren.
Sport bietet sich als Training für den Willens-Muskel hervorragend an. Dass Sport gesund für unseren Körper sein kann, ist weitgehend bekannt. Dass er allerdings auch den Willens-Muskel hervorragend wachsen lässt, wissen die meisten noch nicht. Da hier die Fluchtgedanken unserer alten Natur – besonders durch ein intensives Sportprogramm – extrem stark sein können, ist es ein umso besseres Training für den Willens-Muskel.
Meine Erfahrung
Meine Unlust an jenem Tage war sehr groß. Es schien mir schier unmöglich, an diesem Tag Sport zu treiben. Dass ich trotzdem angefangen habe, habe ich vor allem meinem Glauben zu verdanken, der ja kein blinder Glaube ist, sondern sogar durch Erkenntnisse und Wissen gestützt wird. Diesen Glauben kann man in einem Mantra zusammenfassen: „Geh den Berg hoch, Michael. Du kommst dem Himmel immer näher.“
Ein Teil in mir – meine alte Natur, das Urzeit-Gehirn, die Amygdala – war während des Trainings sehr laut und wollte mich permanent zum Aufgeben zwingen („Hör auf“, „Das reicht doch“, „Du kannst nicht mehr“). Ich erkannte, dass das gerade deswegen ein ausgesprochen intensives Training für meinen Willens-Muskel war. Und je lauter die Stimmen des Aufgebens in mir wurden, desto lauter hielt ich dagegen: „Geh den Berg hoch, Michael. Du kommst dem Himmel immer näher.“
Ich bin sehr dankbar für diese Erfahrung und würde mich sehr freuen, wenn du ähnliche Erfahrungen machen wirst. Lass uns dem Himmel immer näher kommen!
Beim Gebet oder der stillen Meditation verlangt dein Gehirn oft schon nach wenigen Augenblicken nach Ablenkung. Die Unlust, einfach nur still zu werden, ist anfangs oft riesig. Jedes Gebet sollte daher immer auch eine Meditation sein, obwohl nicht jede Meditation ein Gebet ist. Ein Gebet wird zur Meditation, wenn wir uns vollkommen auf die Worte konzentrieren und alle anderen Gedanken ausblenden.
Wenn wir meditierend beten, nutzen wir unseren Atem als Anker und wiederholen fortlaufend dasselbe kurze Gebet. Dabei denken wir beim Einatmen an den ersten Teil und beim Ausatmen an den zweiten:
- Einatmen: „Dein Wille“ | Ausatmen: „geschehe“
- Einatmen: „Dein Reich“ | Ausatmen: „komme“
- Einatmen: „Je“ | Ausatmen: „sus“
- Einatmen: „Lie“ | Ausatmen: „be“
- Einatmen: „Frie“ | Ausatmen: „den“
Sobald Sabotage-Gedanken auftauchen – wie „Das ist langweilig“, „Ich könnte etwas Sinnvolleres tun“ oder „Ich habe keine Lust mehr“ –, schlägt die Stunde deines Willens-Muskels. Genau hier findet das eigentliche Training statt. Tatsächlich wird dein dACC während der gesamten Meditation gefordert, weil du deinen Geist immer wieder sanft, aber bestimmt zum Atem und zum Gebet zurückholst.
Ein Instrument zu lernen erfordert ständige Wiederholung und das Überwinden von Hürden, wenn Passagen nicht sofort klappen. Genau in dem Moment, wo der Frust aufsteigt, setzt das echte Training ein. Wenn du die Unlust überwindest und konzentriert weiterübst, baust du nicht nur musikalische Fähigkeiten auf, sondern stärkst gezielt die neuronale Ansteuerung deines Willens-Muskels.
Ob eine neue Sprache, Fachwissen oder komplexe Zusammenhänge: Neues zu lernen kostet das Gehirn enorm viel Energie. Dein Urzeitgehirn wird dir schnell vorgaukeln, dass du müde bist oder der Stoff „zu schwer“ ist. Wenn du dich bewusst entscheidest, trotz dieser geistigen Anstrengung fokussiert zu bleiben und die Informationsaufnahme durchzuziehen, erweiterst du nicht nur deinen Horizont, sondern feilst an deiner mentalen Disziplin.
Die Ruhe
Nachdem du deinen Willens-Muskel gefordert hast, kommt der wichtigste Schritt: die richtige Erholung. Nervenbahnen wachsen nicht während der Anstrengung, sondern in den Pausen danach.
Gönne dir nach jeder Willens-Muskel-Aufgabe 15 bis 30 Minuten echte Ruhe. Einfach nur sein. Setz dich hin, schau in den Himmel oder lass die Gedanken schweifen. Denk kurz an die geschaffte Aufgabe und spüre die ehrliche Dankbarkeit und den Stolz in dir – das baut eine gesunde Dopamin-Baseline auf.
Die goldene Regel für diese Pause: Tabu sind alle künstlichen Reize. Kein Smartphone, keine Social-Media-Reels, kein Zucker. Wenn du dein Gehirn jetzt mit billigem Dopamin flutest, zerstörst du den gerade gesetzten Trainingsreiz und wirfst dich selbst in die Abwärtsspirale. Gib deinem Gehirn das, was es braucht, damit dein Willens-Muskel wachsen kann.
4. Der Wille Gottes
Du kannst dir die Liebe Gottes nicht durch Leistung verdienen. Du darfst die Liebe einfach immer wieder als Geschenk aus Gnade annehmen – dann wirst du immer mehr aus und in Liebe handeln.
Gott liebt dich mehr, als du dir je vorstellen kannst – und zwar immer und bedingungslos. Diese Liebe nennt man Agape – die göttliche Liebe. ER will ein Leben in Fülle für dich. ER will, dass du den Weg des Lebens gehst. ER will, dass du das wahre Leben lebst und so den Himmel in dir entdeckst.
Ordnet euch also Gott unter, leistet dem Teufel Widerstand und er wird vor euch fliehen. Naht euch Gott, dann wird er sich euch nahen! Reinigt die Hände, ihr Sünder, läutert eure Herzen, ihr Menschen mit zwei Seelen! Jakobus 4,7-8 (EU)
Jakobus beschreibt hier im Grunde perfekt, wie dieser innere Kampf abläuft: Dem Teufel Widerstand zu leisten bedeutet, den Lügen und Ausreden im eigenen Gehirn keinen Glauben zu schenken, die dich vom Willen Gottes und dem Weg des Lebens abhalten wollen. Und unter den „zwei Seelen“ versteht er genau diese innere Zerrissenheit: Es ist der Konflikt zwischen unserer alten Natur, die sich von Gott entfernen will, und unserem Geist, der sich nach Seiner Nähe sehnt.
Nicht wer mich dauernd ›Herr‹ nennt, wird in Gottes himmlisches Reich kommen, sondern wer den Willen meines Vaters im Himmel tut. Matthäus 7,21 (HFA)
Jesus sprach auch hier klar und eindeutig: Wir sollen den Willen des Vaters tun. Damit wir das besser tun können, brauchen wir einen starken Willens-Muskel (dACC). Wie du ihn trainieren kannst, wird oben beschrieben. Nachfolgend geht es um die wichtigsten Bereiche, die wir erfüllen sollten, um Gott bzw. dem Himmelreich in uns immer näherzukommen.
Agape (bedingungslose Liebe)
Denn wer dieses eine Gebot befolgt: ›Liebe deinen Mitmenschen wie dich selbst!‹, der hat das ganze Gesetz erfüllt. Galater 5, 14 (HFA)
›Lehrer, welches ist das wichtigste Gebot im Gesetz Gottes?‹ Jesus antwortete ihm: ›Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, mit ganzer Hingabe und mit deinem ganzen Verstand. Das ist das erste und wichtigste Gebot. Ebenso wichtig ist aber ein zweites: Liebe deinen Mitmenschen wie dich selbst.‹ Matthäus 22, 36–39 (HFA)
Warum ist Gott zu lieben, seine Mitmenschen zu lieben und sich selbst zu lieben, gleich wichtig?
Agape ist eine bewusste Entscheidung des Willens, für jemanden etwas Gutes zu tun – unabhängig davon, was du fühlst oder ob du Lust hast. Sie ist das, wofür wir unseren Willens-Muskel als Erstes einsetzen sollten.
Stell dir vor: Du weißt, dass dich gerade jemand wirklich gebrauchen kann. Aber du hast absolut keine Lust und würdest viel lieber etwas anderes machen. Wenn du dich in genau diesem Moment trotzdem dazu entscheidest, für die Person da zu sein und ihr zu helfen – dann handelst du in Agape.
Ich glaube, es ist der wichtigste und entscheidende Wille Gottes, dass wir dieses Gebot von ganzem Herzen, mit ganzer Hingabe und mit unserem ganzen Verstand leben. Ist das leicht? Nein, denn wir werden immer wieder an unsere Grenzen stoßen und versagen. Sollten wir es trotzdem immer wieder versuchen? Ja! Denn auch wenn uns Agape im ersten Moment Überwindung kostet und sich nicht nach einem schnellen Hochgefühl anfühlt: Gott belohnt diesen Weg langfristig mit tiefem, bleibendem Frieden in unserem Herzen.
Glaube
Jesus aber sprach zu ihm: Du sagst: Wenn du kannst! Alle Dinge sind möglich dem, der da glaubt. Markus 9,23 (LUT17)
Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht dessen, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht. Hebräer 11,1 (LUT17)
Ohne den Glauben an ein höheres Ziel – wie den Himmel in uns – können wir diesen Ort beziehungsweise Zustand nur schwer erreichen. Wenn wir jedoch an das glauben, was wir jetzt noch nicht sehen oder spüren können, wird dieser Glaube zu einem starken Antrieb, das höhere Ziel zu verfolgen und aus eigener Kraft anzustreben.
Interessantes aus der Wissenschaft
Dass Glaube und Überzeugung eine reale Auswirkung auf unsere mentale Kraft haben, bestätigt auch die moderne Psychologie.
Die Psychologin Carol Dweck konnte in ihren Studien zeigen: Der Erschöpfungseffekt tritt vor allem bei Menschen auf, die daran glauben, dass Willenskraft begrenzt ist. Menschen hingegen, die die Überzeugung verinnerlicht haben, dass Anstrengung den Geist stärkt und neue Energie freisetzt, zeigten selbst nach schweren Aufgaben keine mentale Erschöpfung.
Unser Glaube ist also keine reine Einbildung – er entscheidet auch darüber, wie viel Mühe und Überwindung wir aufbringen können.
Demut
[...] wer unter euch groß sein will, der sei euer Diener; und wer unter euch der Erste sein will, der sei euer Knecht, so wie der Menschensohn nicht gekommen ist, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene und gebe sein Leben als Lösegeld für viele. Matthäus 20, 26-28 (LUT17)
Das Wort Demut bedeutet so viel wie »die Gesinnung eines Dieners« oder »Dienstwilligkeit«. Es geht vor allem um die Bereitschaft, anderen Menschen Hilfe zu leisten und ihnen durch die eigenen Hände, mit dem Mund oder dem Ohr zu dienen. Mit den Händen, um Material so zu bearbeiten, dass es anderen dient. Mit dem Mund, um Menschen aufzubauen und zu ermutigen. Mit dem Ohr, um Menschen zuzuhören und zu verstehen.
Dankbarkeit
Dankt für alles; denn das ist der Wille Gottes für euch in Christus Jesus. 1. Thessalonicher 5,18 (EU)
Dankbarkeit ist der Glaube, dass das, was dir passiert ist, zum Guten gedient hat oder noch zum Guten dienen wird. Es ist also die Zuversicht, dass heute oder bald alles in Ordnung ist. Um diese Zuversicht zu leben, musst du deinen Willens-Muskel einsetzen. Denn von Natur aus scannt unser Gehirn die Welt immer zuerst nach Problemen und Gefahren ab. Paulus nennt das die „alte Natur“ des Menschen, die uns in Angst, Zweifel und Undankbarkeit gefangen halten will. Dankbarkeit hilft uns gegen diese alte Natur – sie führt uns in ein Leben im Geist Gottes.
Heiligung
Denn das ist der Wille Gottes, eure Heiligung, dass ihr die Unzucht meidet. 1. Thessalonicher 4,3 (LUT17)
Heilung und Heiligung bedeuten im Kern, sich von Dingen abzusondern, die uns schaden. Wenn du die Reize des „Weges des Todes“ (Sucht, Pornografie, Konsum) meidest, schützt du deine Dopamin-Baseline und hältst deinen inneren Tempel rein und frei für das Wirken Gottes.
Tue Gutes
Denn es ist der Wille Gottes, dass ihr durch eure guten Taten die Unwissenheit unverständiger Menschen zum Schweigen bringt. 1. Petrus 2,15 (EU)
Ich habe euch in allem gezeigt, dass man so arbeiten und sich der Schwachen annehmen muss im Gedenken an das Wort des Herrn Jesus, der selbst gesagt hat: Geben ist seliger als nehmen. Apostelgeschichte 20,35 (LUT17)
Wir tun Gutes nicht nur für unsere Mitmenschen, sondern auch für uns selbst. Denn die Forschung ist auch hier eindeutig: Wer Gutes für andere tut, der macht sich auch selbst glücklicher. Wichtig hierbei ist allerdings, dass es ein Akt des freiwilligen Gebens ist. Wenn wir von jemandem gezwungen werden, etwas zu tun, verpufft der Effekt. Es muss also unsere eigene freie Entscheidung sein, Gutes zu tun.
Wachstum
Da trat auch der heran, der die zwei Talente erhalten hatte, und sagte: Herr, zwei Talente hast du mir übergeben; siehe, zwei andere Talente habe ich dazugewonnen. Sein Herr sagte zu ihm: Sehr gut, du tüchtiger und treuer Diener! Matthäus 25,22-23 (ELB)
Alles, was lebt, das wächst – und was aufhört zu wachsen, das stirbt. Da Gott will, dass du in Fülle lebst, ist es auch sein tiefer Wille, dass du innerlich und äußerlich wächst. Wenn du etwas Neues lernst, deinen Körper trainierst, deine Ausdauer stärkst oder dir Fähigkeiten aneignest, um dir selbst und anderen in Liebe zu dienen, erfüllst du genau diesen Willen.
5. Vision
Was bleibt, sind Glaube, Hoffnung und Liebe. Von diesen dreien aber ist die Liebe das Größte. 1. Korinther 13,13 (HFA)
Stell dir vor, wie es wäre, wenn immer mehr Menschen den Weg zum wahren Leben gehen.
Wir würden unsere guten Gefühle nicht mehr in künstlichen Reizen suchen, sondern in lebendigen Dingen, die uns und andere seelisch und geistig erfüllen. Wir würden uns gegenseitig unterstützen, mehr Sinn und Freude in unserer Arbeit spüren und aufhören, Sklave unserer destruktiven Muster zu sein. Wir würden anfangen, unser Leben wieder aktiver zu gestalten – und Schritt für Schritt die tiefe Zufriedenheit finden, nach der wir eigentlich schon immer suchen.
Wie schön kann unser Leben denn noch werden?
Mitwirken
Findest du die Botschaft und den Weg wertvoll? Dann würde ich mich sehr darüber freuen, wenn du das Projekt durch Gebet, Teilen, Feedback oder eine Spende unterstützt, damit noch mehr Menschen den Weg in ihr wahres Leben finden.
Beten 🙏🏼
Das Wichtigste: Du kannst dafür beten, dass noch mehr Menschen den Weg des Lebens (Jesus Christus) finden und folgen werden.
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